MUSE Module
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Grundversion
MUSE - Die Grundversion
MUSE dient primär der Erfassung von Anforderungen auf der Station
Diese Anforderungen werden durch Auswahl von Artikeln und Eingabe der Menge für jede Anforderstelle/Station erstellt und zur weiteren Verarbeitung an die Materialwirtschaft weitergeleitet. Die Lieferung erfolgt durch das Lager bzw. die Apotheke.
Von der Materialwirtschaft gelieferte Daten können in einem definierten Verzeichnis abgelegt und über das Programm "MUSE Server" in bestimmten zeitlichen Rhythmen - oder manuell - importiert werden. Das Einspielen der Daten ist primär im Rahmen der Chargen- und Medikationserfassung sowie der Lieferverfolgung von Relevanz. Es wird aber auch zum Aktualisieren von Hitlisten und Artikeldaten verwendet.

- Abbildung 1: Einstellungen im Programm MUSE Server
Im Programm "MUSE Server" werden alle Stammdaten angelegt bzw. aus der MaWi importiert. Zu den Stammdaten zählen Lieferstellen, Kataloge, Häuser und Anforderstellen. Ebenso können Aufträge festgelegt werden, die zu bestimmten Zeiten ausgeführt werden sollen.
MUSE verfügt über eine Active Directory Implementierung. Eine Übernahme, z. B. von MS-Windows-Usern ist per Knopfdruck möglich. Bei der Anmeldung in MUSE werden die Passwörter an Windows geschickt und dort geprüft. So brauchen die User und Passwörter zukünftig nur noch in Windows eingegeben und geändert werden.
MUSE arbeitet lieferstellenunabhängig. Das bedeutet, Sie können bei der Erfassung von Anforderungen direkt auf alle Artikel aller Lieferstellen zugreifen. Außerdem können mehrere Benutzer gleichzeitig Daten für eine Anforderungsstelle erfassen.

- Abbildung 2: Anforderung bearbeiten in MUSE
Die Erfassung der Anforderungen wird durch die Auswahl aus Hitlisten, Katalogen und Sortimenten vereinfacht. Diese werden vom Materialwirtschaftssystem zur Verfügung gestellt und regelmäßig aktualisiert. Zusätzlich ist die Erfassung von Sonderbestellungen durch Freitexteingaben möglich. Aktuelle Artikelinformationen sind direkt beim Anforderungsvorgang abrufbar. Außerdem ist es möglich Daueranforderungen einzurichten, sie dienen dazu sich wiederholende Anforderungen abzuspeichern. Durch unterschiedliche Suchkriterien ist eine Auswahl nicht nur nach dem Artikelnamen, sondern auch nach verschiedenen anderen Daten möglich.
In MUSE dienen Artikelsortimente zur Steuerung der Artikelsuche oder zur Unterschriftenregelung. Beispielsweise kann ein Apotheker eine Arzneimittelliste als Sortiment zur Verfügung stellen. Zukünftig werden auch TFG-Artikel in einem Sortiment abgebildet, innerhalb der TFG-Erfassung stehen dann nur die TFG-Artikel zur Verfügung.
Von einer angeschlossenen Materialwirtschaft können vorgefertigte Artikelsortimente übernommen werden (z.B. Hitlisten, Arzneimittellisten) In MUSE können zusätzlich Artikelsortimente erstellt werden, da nicht alle Materialwirtschaften in der geforderten Güte diese Sortimente liefern können. Über die Felder des Artikelstammes, die Anforderungshäufigkeit sowie über Ein- bzw. Ausschluss bestimmter Artikel können Sortimente frei gebildet werden und reagieren somit dynamisch auf Veränderungen des Artikelstammes. Demnächst besteht außerdem die Möglichkeit Sortimente über die Lagerbereiche zu bilden. So kann zukünftig die Suche nach Artikeln über mehrere Lieferstellen gestartet werden.
Es besteht die Möglichkeit der Lieferverfolgung. In einer Liste werden alle relevanten Informationen über die versandten Anforderungen vorgehalten. Sobald Ware an die Station geliefert wird, werden diese Daten über die MaWi auch an MUSE übermittelt. So können Sie jederzeit nachvollziehen zu welcher Lieferung noch Ware aussteht oder nur teilweise geliefert wurde. Zusätzliche Informationen, z.B. warum die Lieferung noch aussteht, können ebenfalls übermittelt werden.
Eine monatliche Budgetübersicht der Station mit Anzeige der Planwerte und der entstandenen Kosten je Kostenart ermöglicht die Kostenüberwachung durch die Stationen.
Weiterhin können in dieser Version patientenbezogene Anforderungen durchgeführt werden. Pro Artikel kann bei jeder Anforderung, zusätzlich zu Haus und Kostenstelle, auch der Patient eingegeben werden. Die Daten werden auch in AMOR patientenbezogen verarbeitet und zurückgemeldet. Beim Anschluss an SAP wird das Feld Innenauftrag gebucht. Mit der patientenbezogenen Schrankentnahme ist es möglich eine Kostenerfassung auf Patientenebene darzustellen. Wenn Ware aus dem Stationslager (Schrank) entnommen wird, kann in MUSE eine Zuordnung zum Kostenträger (Patient) erfolgen. Diese Daten können an externe Systeme weiter geleitet werden.
Anforderung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln
Die Berechtigungshierarchie für den Anforderungsvorgang auf den Stationen kann in MUSE durch Zugriffsberechtigungen und "elektronische Unterschriften" vollständig abgebildet werden. Die zeitliche und personelle Trennung von Anforderungserfassung und Unterschrift ermöglicht es, Anforderungen zu erfassen und zu einem späteren Zeitpunkt vom Arzt unterschreiben und versenden zu lassen. Die Anforderungen werden direkt an die MaWi gesendet.
Nach § 2 (6) der Verordnung über verschreibungspflichtige Arzneimittel können Anforderungen von Arzneimitteln, die für ein Krankenhaus bestimmt sind, mit einem System zur Datenübertragung übermittelt werden. Ist mit diesem System sichergestellt, dass die Anforderung lediglich durch befugte Ärzte erfolgt, so genügt die Namenswiedergabe des Arztes anstelle der Unterschrift.
MUSE ist ein solches System zur Datenerfassung und -übertragung. Das Berechtigungskonzept von MUSE erlaubt die spezifische Rechtevergabe von Erfassungen unter elektronischer Freigabe von Arzneimittelanforderungen pro Benutzer. So ist sichergestellt, dass lediglich Anforderungen übermittelt werden, die von Benutzern, welche durch das Berechtigungssystem berechtigt sind, explizit freigegeben wurden. Eine elektronische Unterschrift nach dem Signaturgesetz ist nicht erforderlich.

- Abbildung 3: Elektronische Unterschrift in MUSE
Für die Freigabe der Anforderung ist die Angabe eines Passwortes notwendig, das nur dem befugten Arzt bekannt ist. Bei der Übermittlung in das Materialwirtschaftssystem wird der Name des Arztes mit übergeben. Damit sind die oben genannten Voraussetzungen der Verordnung durch MUSE erfüllt.
Wir empfehlen begleitend bei der Einrichtung der Benutzer die unterschriftsberechtigten Personen ein Schreiben quittieren zu lassen, in dem sie darauf hingewiesen werden, dass sie das Passwort vertraulich zu behandeln haben und dieses nicht weitergeben dürfen.
ABDAMED Arzneimittel-Integration
ABDAMED Arzneimittel-Integration
Mit diesem Modul können Sie von allen MUSE-Arbeitsplätzen auf die ABDAMED Arzneimitteldaten zugreifen. Der Basisbestand umfasst den kompletten Umfang deutscher Humanarzneimittel, die über Apotheken bezogen werden können. Die ABDATA-Indikationsklassifikation berücksichtigt, im Gegensatz zum ATC-Code, auch Phytotherapeutika, Homöopathika und Anthroposophika. Die Daten werden 14-tägig aktualisiert.

- Abbildung 4: ABDAMED-Integration
Sie können z. B. über die Pharmazentralnummer (PZN), über die Wirkstoffe oder den Namen in den Arzneimitteln suchen. Im eigenen Artikelstamm gelistete Artikel werden automatisch angezeigt und für die Anforderung vorgeschlagen. Alternativvorschläge über substanz- bzw. inhaltsgleiche Stoffe aus der Hausliste können ebenfalls auf Knopfdruck ermittelt werden. So können schon auf der Station Präparate aus der Arzneimittelliste gewählt werden. Sollte doch eine Sonderanforderung notwendig werden, so wird eine qualifizierte Anforderung mit Angabe der korrekten PZN übermittelt.
Zwischen mehreren Arzneimitteln kann eine Interaktionsprüfung durchgeführt werden, um die Verträglichkeit zu prüfen. Wahlweise können die Artikel über Hersteller oder Anbieter ausgewählt werden.
Chargenverwaltung
Chargenverwaltung
In Krankenhäusern besteht die Notwendigkeit für bestimmte Artikel einen Nachweis zu führen, welche Charge dem Patienten verabreicht wurde. Das betrifft in der Regel Artikel mit Dokumentationspflicht (nach Transfusionsgesetz) und einige Produkte, die sich in Konsignationslagern befinden. Mit dem Modul Chargenverwaltung können in MUSE diese Buchungen mit den notwendigen gesetzlichen Auflagen durchgeführt werden.

- Abbildung 5: MUSE Chargenverwaltung
Innerhalb von MUSE kann pro Artikel ein Dokumentationsstatus (keine/ nur Charge/ TFG) gesetzt werden. Alternativ können diese Status auch von der Materialwirtschaft geliefert werden. Wenn Lieferungen an die Station erfolgen und mittels elektronischem Lieferschein die Chargen übermittelt werden, erzeugt MUSE eine offene Postenliste pro Anforderungsstelle. Bei der Patientenzuordnung muss dann nur noch der Artikel aus der offenen Postenliste ausgewählt und die geforderten Daten eingetragen werden. Es können auch Artikel, die nicht von der Materialwirtschaft übermittelt werden (Vertretermuster, Blutlieferungen) dokumentiert werden.
Abgaben einzelner Artikel von einer Station an eine andere können in MUSE problemlos umgebucht werden und lassen sich stationsübergreifend zuordnen. Dies geschieht vollkommen transparent und unter Kontrolle der abgebenden Station.
Mitarbeiterverkauf
Mitarbeiterverkauf
Mit dem Modul MUSE Mitarbeiterverkauf kann Ihr Personal direkt auf den Stationen die gewünschten Waren in der Apotheke oder im Materialwirtschaftslager bestellen. Das Modul ist der Stationsanforderung nachempfunden und somit dem MUSE - Anwender sofort vertraut.
Die Personaldaten und die für den Mitarbeiterverkauf zugelassenen Artikelsortimente werden direkt aus AMOR3 für MUSE bereitgestellt.
Der Mitarbeiter identifiziert sich über Haus, Mitarbeiternummer und persönlichem Passwort. Anschließend kann er aus den speziellen Sortimenten auswählen. Danach sendet er den Warenkorb als Anforderung für die entsprechende Lieferstelle, z. B. die hauseigene Apotheke, an AMOR3. Über die MUSE-Lieferver-folgung haben Ihre Mitarbeiter jederzeit die Möglichkeit, den Status ihrer Bestellungen einzusehen.

- Abbildung 6: MUSE Mitarbeiterverkauf
Die Kombination von AMOR3 und MUSE bietet Ihnen flexible Lösungen für die Prozesse rund um den Mitarbeiterverkauf. Durch Übernahme von Mitarbeiterdaten, Rechnungsdruck, Ermittlung des geldwerten Vorteils und der Mehrwertsteuer sowie Übergabe der Daten an die Personalabrechnung erhalten Sie einen deutlichen Effizienzgewinn.
MUSE PDA
MUSE PDA
Durch den Einsatz mobiler anwenderfreundlicher Computer (PDA) lassen sich im Bereich patientennaher Prozesse wie z. B. der Arzneimittelversorgung nennenswerte Einspareffekte erzielen.
Der Prozess der Bestellung, Lieferung und Dokumentation von Arzneimitteln und Medizinprodukten auf der Station birgt eine ganze Reihe von Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich:
- Bedarfsermittlung am Stationsschrank
- Ausfüllen, Abstimmung und Weiterleitung der Bestellinformationen an die Apotheke
- Archivierung der Bestellungen und Kostenstellenzuordnung
- Distribution und Dokumentation der Lieferungen an die Stationen
Mit MUSE PDA erhalten Sie eine komfortable Lösung zur Überwindung der „letzten Meter“. Steht der Stationsarbeitsplatz ungünstig, machen Sie mit dieser Lösung unter Einsatz eines PDAs MUSE mobil. Folgende Prozesse werden mobil unterstützt:
- stationsbezogene Anforderung von Materialien
- Entnahmen aus dem Stationsschrank
Mit der Anbindung ist eine mobile Vorerfassung der Arzneimittelbestellungen per PDA möglich. Die erfassten Daten des PDAs werden in MUSE importiert und dann über einen Importdialog wie eine Erfassung in MUSE gehandhabt. Die Bestelldaten der einzelnen Stationen werden durch MUSE elektronisch an die Apotheke zur Belieferung des Stationsbedarfs weitergeleitet.
Die Anmeldung der Pflegekraft erfolgt mittels User-ID und Passwort, welche direkt gescannt werden können. Durch das Anmelden werden die passenden Stationsdaten ermittelt und die stationsbezogenen Informationen geladen. Hierdurch sind die PDAs auf unterschiedlichen Stationen einsetzbar.
Der PDA wird zur Übermittlung der Bestelldaten nach MUSE in die Ladeschale gestellt und ist per Ethernet mit der krankenhauseigenen IT-Architektur verbunden (Batch-Verarbeitung). Eine WLAN-Kommunikation mit MUSE ist ebenfalls möglich.
Änderungen in den Artikeldatensätzen werden in MUSE gepflegt und an den PDA übertragen. Zusätzlich wird der komplette Artikelstamm und alle Stationsberechtigungen übertragen. Die Aktualisierung erfolgt z. B. nachts um 3 Uhr (einstellbar), bei fehlender Aktualität fordert das System eine Aktualisierung an.
Zur eindeutigen Artikelidentifikation wird das Auftreten verschiedener Nummernkreise (EAN, PZN, …) und verschiedener Nummernlängen (13, 9, 7 Stellen, …) durch einen speziellen Auswertungs-Algorithmus berücksichtigt. Die Artikelidentifikation erfolgt per Barcode Scanning oder durch manuelle Eingabe der Artikelnummer. Ein Freitextfeld kann auf Anforderung generiert werden. Die Mengenangabe entspricht der Anzahl der Scans eines Artikels. Die somit erzielte Mengenangabe kann verändert werden. Darüber hinaus können Mengen als Barcode gescannt werden.
Der PDA wird zur Übermittlung der Bestelldaten nach MUSE in die Ladeschale gestellt. Einträge in der Bestellliste können vor Übertragung manuell gelöscht werden. Nach erfolgreicher Übertragung werden die bestellten Artikel automatisch gelöscht. Die Bestellliste kann ausgedruckt werden.
Über die, für den Dienstgebrauch erstellte Applikation hinausgehende Funktionen wie Internet, E-Mail, Spiele, werden durch eine entsprechende Ausführung der Applikation bestmöglich blockiert.
Eine aktuell generierte und noch nicht übertragene Bestellliste bleibt erhalten, auch wenn zwischenzeitlich andere Applikationen verwendet werden.
Weitere Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten für den PDA:
- Mobiles Verpflegungsmanagement
- Mobile Stationsbestellung, z. B. von Arzneimitteln, Medizinprodukten
- POC-Erfassung von Vital-/Diagnosedaten
- Mobiler Etikettendruck (z. B. Blutproben)
- Mobile Anforderung von Behandlungsleistungen
- Verabreichungssicherheit (Arzneimittel/Blutprodukte/ Bedarfsmedikation)
Unterstützt wird derzeit der Intermec CN3.
Versorgungsassistent
Versorgungsassistent

- Abbildung 8: Barcode-Karten
Mit dem Modul „Versorgungsassistent“ in AMOR werden für alle anfordernden Stellen die Mindest- und Maximalbestellmengen je Artikel festgelegt. Mit diesen Informationen werden Barcode-Kärtchen zur Anforderungserfassung erstellt, die an den Schränken auf den Stationen angebracht werden. Muss nun ein Artikel bestellt werden, wird das Kärtchen für den Versorgungsassistenten bereitgelegt. Die Barcodes der zu bestellenden Artikel werden direkt auf der Station mit einem mobilen Barcodescanner eingelesen.
Diese per Barcode eingelesenen Anforderungen können jetzt direkt in MUSE eingelesen werden. Lediglich Sonderanforderungen müssen dann noch im Dialog erfasst werden. Die eingelesenen Daten können in MUSE angezeigt werden.
Hier haben Sie die Möglichkeit diese Datensätze zu ändern, zu löschen oder weitere Anforderungen hinzuzufügen.
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